Tages – I Ging 8: Das Zusammenhalten – Die fruchtbare Vereinigung.

8 Das Zusammenhalten – Die fruchtbare Vereinigung
Wer zusammenhält, braucht nicht immer einer Meinung zu sein. Wichtig ist das Grundprinzip des ehrlichen und aufrichtigen Miteinanders. Aufrichtigkeit als Bereitschaft, gerne zu geben und auch anzunehmen. Das macht die Vereinigung fruchtbar und erfolgreich. Kleine Meinungsdifferenzen fallen so nicht ins Gewicht. Darum klärt gleich zu Beginn, ob Ihr bereit seid, dieses Grundprinzip zu teilen. So entsteht ein großes Kraftfeld.

Tages – I Ging: 20 Die Betrachtung – die spirituelle Entwicklung.

20 Die Betrachtung – die spirituelle Entwicklung
Das Auge nach innen richten. Wenn Du nach innen blickst, betrittst Du den Entdeckerpfad zu Harmonie, Zufriedenheit und Glück. Lass Dich von Deinen Erkenntnissen leiten und prüfe alles, was von außen an Dich herangetragen wird, immer wieder selbst: Will ich das wirklich? Entspricht es meinem göttlichen Lebenssinn? Vergiss dabei nicht: Der Dienst an anderen ist der höchste Dienst.

Tages – I Ging: 16 Die Begeisterung – die harmonische Übereinstimmung.

16 Die Begeisterung – die harmonische Übereinstimmung
Sei nicht gleich begeistert von allem und jedem. Wahre etwas Abstand, so dass Du ohne Beeinflussung prüfen kannst. Das wird von einem aufrichtigen Gegenüber auch verstanden. Die Begeisterung ist nachher umso größer, wenn Du die Dinge auch wirklich unabhängig geprüft und für gut befunden hast. So beweist Du Eigenverantwortung und ein Gespür für maßvolles, gesundes Wachstum in allen Dingen.

Tages – I Ging: 35 Der Fortschritt – Die höhere Erkenntnis.

35 Der Fortschritt – Die höhere Erkenntnis

Wegweiser für die Menschen sein.
Beharrlichkeit bringt Heil. Es ist die Zeit des Voranschreitens in Gemeinschaft mit anderen, durch deren Einverständnis man selbst an Bedeutung gewinnt. Es wird merklich, dass die Gemeinschaft eine Kraftquelle ist. Es ist allerdings möglich, dass einem von Einzelnen kein Vertrauen entgegengebracht wird. In diesem Fall erstrebe man nicht das Vertrauen unter allen Umständen. Es gilt, gelassen und heiter zu bleiben und sich nicht zum Zorn reizen zu lassen. Entwickle Dich selbst weiter – auch in Deiner persönlichen Ausstrahlung. Der technische Fortschritt bringt die Menschheit voran – Dich selbst eine authentische, ruhige, ehrliche und überlegte Art. Gute Ausstrahlung strahlt zurück – andere fühlen sich von Dir angezogen. Dabei spielt der geschäftliche Erfolg nur einen Nebenrolle. Der Weise besitzt innere Klarheit genug, um den großen Einfluss, den er hat, nicht zu Machtspielen oder aus Konkurrenzmotiven zu missbrauchen. Er weiß, dass Beharrlichkeit und ehrliches Streben sich durchsetzen werden.

Tages – I Ging 45: Die Sammlung – Die freudige Bereitschaft.

45 Die Sammlung – Die freudige Bereitschaft

Bevor man etwas Großes erreichen will, muss man sich sammeln. In der Ruhe und Beständigkeit liegt die Kraft, die Große Dinge bewirken kann. Sammle Deine Energien und beruhige Deine Emotionen. Wenn Du Hilfe brauchst, wird Deine ehrliche Bitte nicht abgelehnt werden. Denke daran: Echter, uneigennütziger Einsatz für gemeinsame Ziele erntet Erfolg, auch wenn das nicht gleich in barer Münze zu sehen ist. Bist Du gerade nicht in der Lage, den Einsatz zu bringen, so konzentriere Dich auf Deine innere Ausgeglichenheit.

Tages – I Ging 12: Die Stockung – für die Beharrlichkeit des Edlen.

12 Die Stockung – für die Beharrlichkeit des Edlen
Die schöpferischen Kräfte stehen außer Beziehung. Es ist die Zeit der Stockung und der Gefahr des Niedergangs. Es gilt, sich stets gewahr zu sein, dass gegenseitiges Misstrauen keine Basis für eine fruchtbare Wirksamkeit ist, weil schon die Grundlage falsch ist. Nur durch gewissenhafte Besorgtheit, die dauernd denkt: »Was tun, wenn es misslingt?«, wird der Erfolg befestigt. Darum weiß der Edle, was er unter solchen Umständen zu tun hat. Er lässt sich nicht durch glänzende Angebote zur Teilnahme an öffentlich wirksamem Schönreden verleiten, das für ihn doch nur gefährlich wäre. Lieber verbirgt er seinen Wert und arbeitet fleißig an der erfolgreichen Verwirklichung guter Ziele.

Tages – I Ging: 15 Die Bescheidenheit – Die Mäßigung.

15 Die Bescheidenheit – Die Mäßigung
Sich einordnen in den Dienst am Größeren. Mit demütiger Bescheidenheit kann man auch schwierigen Unternehmungen ihre gefährliche Spitze rauben. Bescheidenheit, die einer inneren Quelle entspricht, findet allgemeine Anerkennung. Bleibt man trotz seiner Verdienste bescheiden, wird man weiterhin Unterstützung finden. Auch ein bescheidenes Wesen muss unter bestimmten Umständen energisch durchzugreifen wissen. Der Edle bringt zu Ende. Ausgleich ist ein himmlisches Gesetz: Wenn die Sonne am höchsten steht, wendet sie sich dem Untergang zu, und wenn sie am tiefsten Punkt unter der Erde ist, geht sie einem neuen Aufstieg entgegen. Das gleiche gilt für den Erdtrabanten Mond. Für uns Menschen gilt es, das Bewusstsein dafür zu sensibilisieren, dass die menschlichen Schicksale den selben, festen himmlischen Gesetzen folgen. Der Mensch hat es selbst in der Hand, sein Schicksal zu gestalten, je nachdem, ob er sich durch sein Benehmen dem Einfluss der segnenden oder dem der zerstörenden Kräfte aussetzt. Hier ist Bescheidenheit der eigentliche Schlüssel zum Erfolg. Es gilt: Wenn der Mensch hoch steht und sich bescheiden zeigt, so leuchtet er im Licht der Weisheit. Wenn er niedrig ist und sich bescheiden zeigt, so kann er nicht übergangen werden. Alles was in diesem Bewusstsein getan wird, muss sich mit Notwendigkeit auswirken. Auf diese Weise gelingt es dem Edlen, sein Werk zu Ende zu führen, ohne sich des Fertigen zu rühmen.

Tages – I Ging 52: Das Stillhalten – Das innere Schwergewicht.

52 Das Stillhalten – Das innere Schwergewicht
Mit seinem Kraftzentrum in Einklang kommen.
Das Stillhalten und in Kontemplation gehen. Wahre Ruhe lässt den Menschen innehalten, wenn die Zeit zum Innehalten gekommen ist, und vorangehen, wenn die Zeit dazu gekommen ist. Wenn der Mensch innerlich ruhig geworden ist, dann hat er die Kraft, sich konzentriert der der Außenwelt zuwenden. Er versinkt dann nicht mehr in den Verstrickungen und dem Gewühl der Einzelwesen und hat die innere Ruhe, wie sie nötig ist, um die Gesetze des Weltgeschehens zu verstehen und dementsprechend zu handeln. Es gilt also, ein Bewusstsein für die innere Ruhe zu entwickeln und in diesem Bewusstsein gezielt das Stillhalten zu üben. Mit Meditations- und Konzentrationsübungen kann man die Ruhe des Herzens und den inneren Abstand von Interessen und Begehrlichkeiten trainieren. Wer aus der Tiefenlage der Ruhe heraus handelt, der macht keinen Fehler.

Tages – I Ging: 39 Das Hemmnis – Die schwierigen Hindernisse.

39 Das Hemmnis – Die schwierigen Hindernisse
Schwierigkeiten aus höherer Sicht betrachten. Schwierigkeiten und Hemmnisse im Leben sind wie ein Spiegel. Sie werfen den Menschen auf sich selbst zurück. In Situationen von Schwierigkeiten und Hemmnissen gilt es deshalb, das Bewusstsein für sich selbst und die eigene innere Stärke zu schärfen. Der Schwache lamentiert. Er sucht wo immer möglich Schuld bei andern Menschen und klagt das Schicksal an. Der Starke dagegen geht in sich und sucht eine Lösung für die Situation und wie er am besten damit fertig wird. Die äußere Hemmung wird für ihn ein Anlass innerer Bereicherung und Fortbildung. Doch auch für den Starken gilt zwar das Orakel: „Gehen führt in Hemmnisse, Kommen findet Lob.“ Es ist aber auch für ihn sehr wichtig, nicht gleich los zu stürmen, sondern sich zunächst zurückzuhalten und verlässliche Gefährten um sich zu sammeln. Gemeinsam werden die Hemmnisse überwunden und der Erfolg stellt sich ein.

Tages – I Ging: 31 Die Einwirkung – Die gegenseitige Bereicherung

Hexagramm 31. Die Einwirkung – Die gegenseitige Bereicherung.

Die natürliche Anziehungskraft wirken lassen.

Der ehrliche, der authentische Ausdruck hat die größte Anziehungskraft auf andere. Sich verstellen hilft wenig. Bleiben Sie Sie selbst. Zeigen Sie anderen ruhig, wie Sie empfinden und bemühen Sie sich dabei, im Inneren gelassen und ruhig zu bleiben. Das wirkt am meisten. Sie werden sehen.